Die Stacheln Frisch geborene Igel besitzen weiche Stacheln, damit sie ihre Mutter bei der Geburt nicht verletzen. Fühlt sich ein Igel bedroht, rollt er sich zusammen und kehrt seine Stacheln nach außen – zwischen 6000 und 8000 Stück können das sein. Die Stacheln bestehen überwiegend aus Horn, so wie Deine Finger- und Fußnägel. Sie schützen den Igel vor anderen Tieren, die ihn fressen wollen.
Igel sind EinzelgängerWenn die Stacheltiere im Frühjahr erwachen, haben sie viel Gewicht verloren – das fressen sie sich aber schnell wieder an. Igel sind meist allein unterwegs. Zwischen Juni und August suchen sie sich jedoch einen Partner, um Nachwuchs zu zeugen. In der Regel bringen die Weibchen vier bis fünf kleine Igel zur Welt. Erst zwei Wochen nach der Geburt öffnen sie ihre Augen. Die Igel-Mutter säugt ihre Jungen etwa sechs Wochen lang, dann müssen sie alleine zurechtkommen.
Igel sind Wildtiere
Igel gehören nicht ins Haus, sondern in die Natur. Sie sind Wildtiere und brauchen nur Deine Hilfe, wenn sie krank, unterkühlt oder verletzt sind. Das erkennst Du zum Beispiel daran, dass ein Igel...
...unsicher läuft und sich bei Gefahr nicht mehr richtig einrollt. Wenn es draußen warm ist, sitzen auch oft Fliegen auf ihm. Außerdem ist ein kranker Igel sehr dünn und seine Augen stehen nicht wie gewöhnlich hervor, sondern sind eingefallen.
...in eine Grube oder ein Loch gefallen ist, aus dem er allein nicht mehr herauskommt. Ein Igel kann sich auch in Drähten oder Netzen auf dem Boden verheddern. Befreie ihn vorsichtig – mit Handschuhen und der Hilfe eines Erwachsenen.
...im Winter bei Schnee, Eis und Dauerfrost unterwegs ist. Bei diesem Igel kann es sich um ein altes, geschwächtes oder ein junges Tier handeln. Nur wenn sich ein Igel nicht genügend Fett angefressen hat, läuft er um diese Zeit herum anstatt Winterschlaf zu halten.
Bist Du Dir nicht sicher, ob ein Igel Deine Hilfe braucht? Dann frage am besten Deine Eltern oder wende Dich an einen Tierarzt beziehungsweise eine Igelstation, wo Tierpfleger kranke und geschwächte Tiere aufpäppeln. Dort erfährst Du auch, ob Du selbst etwas für das kleine Tier tun kannst oder es besser zum Arzt bringen solltest.
Text: Daniela Dorsch