Auf den Spuren des Kindheitstraums
Amundsen hat eine Route vom Atlantik zum Pazifik gefunden.
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Mit seinem ersten eigenen Forschungsschiff "Gjøa" bricht Amundsen 1903 Richtung Arktis auf, um die Nordwestpassage zu erkunden. Er überwintert in der Arktis bei den eingeborenen Inuit und lernt, Hundeschlitten, Schneeschuhe und Iglus zu bauen und sich mit Tierledern und -fell gegen die Kälte zu schützen. Amundsen fährt die Küste von Kanada entlang und findet schließlich die richtige Route: 1906 durchquert er als Erster mit einem Schiff die komplette Nordwestpassage und erfüllt seinen Kindheitstraum.
Spontaner Kurswechsel
In Norwegen übernimmt Amundsen das Forschungsschiff "Fram" von Fridtjof Nansen. Er will als Erster erreichen, was Nansen nicht ganz geschafft hat: den Nordpol. Während er sich auf die Expedition vorbereitet, erfährt er, dass der US-Amerikaner Robert E. Peary den Nordpol erreicht hat. Amundsen schwenkt um: Nun will er zumindest der erste Mann am Südpol sein. Er behält diesen Plan aber zunächst für sich. Am 9. August 1910 sticht er in See. Etwa acht Wochen zuvor hat sich auch der Brite Robert Falcon Scott auf den Weg zum Südpol gemacht. Erst auf hoher See erfährt Amundsens Mannschaft ihr eigentliches Ziel. Dann informiert Amundsen per Seetelegramm auch Scott und die Zeitungen von seinem Vorhaben - seit Anfang des 20. Jahrhunderts war diese Nachrichtentechnik per Schiffsfunk möglich. Der Wettlauf beginnt.